Hofprinzip – im Takt der Natur · Osttirol

Führungskräfte-Retreat
am Bergbauernhof

Handy weg. Hände dreckig. Kopf frei.

Drei Tage echte Arbeit am Bergbauernhof: Holz, Wald, Tiere. Keine Flipcharts, kein Rollenspiel. Du führst besser, wenn du wieder weißt, wie sich Arbeit anfühlt.

Platz anfragen
Axt im Holzstock vor gespaltenem Brennholz

Führung lernt man nicht im Seminarraum

Auf dem Hof gibt es keine Meetings, die man aussitzen kann. Der Stall muss ausgemistet werden, das Holz muss vor dem Winter trocken liegen, der Baum fällt dorthin, wohin du ihn lenkst, oder er fällt falsch. Hier zeigt sich in Minuten, wie du entscheidest, wie du Aufgaben verteilst und wie du mit Druck und Verantwortung umgehst.

Ich begleite dich dabei nicht als Trainer mit Folien, sondern als jemand, der diese Arbeit jeden Tag macht, und der dir ehrlich spiegelt, was ich sehe.

  • Handy weg: Zum Start wandert dein Handy in die Kiste. Drei Tage ohne Mails, ohne Ping, ohne Ausrede.
  • Waldarbeit: Einen Baum von Hand fällen, mit der Axt oder der alten Zweimannsäge wie früher, dazu Wald aufräumen und aufforsten. Verantwortung, Sicherheit und Absprache im Team, wenn es wirklich darauf ankommt.
  • Holzhacken: Körperliche Arbeit mit klarem Ergebnis. Was du heute spaltest, wärmt später jemanden.
  • Hofarbeit: Garten umgraben, Gemüse anpflanzen, Zäune stellen, die Alm vorbereiten, mähen, Bäume schneiden. Was ansteht, bestimmt die Jahreszeit.
  • Arbeit mit Tieren: Hofalltag mit den Fleischrindern, Stall ausmisten, Weide und Feldarbeit, später auch mit Pferden. Tiere belügt man nicht und sie lassen sich nicht beeindrucken.

Was wir tun: Arbeit im Jahreslauf

Am Hof ist immer etwas zu tun, aber nie dasselbe. Das sind Beispiele, was dich je nach Jahreszeit erwartet.

Zwei Männer beim Heuaufladen am Waldrand
Frühling
  • Aufforsten: Jungbäume pflanzen und gegen Wildverbiss schützen
  • Wald aufräumen nach dem Winter: Schneebruch und Astwerk entfernen
  • Garten umgraben und Gemüse anbauen: Beete vorbereiten, säen, pflanzen
  • Zäune und Weideflächen für die Tiere herrichten
  • Brennholz, das über den Winter gelegen hat, fertig spalten und stapeln
Sommer
  • Heu machen: mit der Sense mähen, rechen, Riedel machen, mit dem Muli einfahren
  • Weiden von Gestrüpp freihalten (schwenden)
  • Zaunbau und Wegepflege
  • Garten pflegen, jäten und ernten
  • Arbeit mit den Rindern: Weide, Wasser, Zaunkontrolle
Herbst
  • Wald aufräumen: Schlagabraum und Windwurf aufarbeiten
  • Bäume fällen und Brennholz für den Winter machen
  • Aufforsten: Herbstpflanzung von Jungbäumen
  • Garten abernten und die Beete winterfest machen
  • Letztes Heu, Stall und Weide winterfest machen
Winter
  • Holzernte: Bäume fällen und das Holz rücken
  • Holz hacken, schichten und trocknen lassen
  • Stall ausmisten und Versorgung der Tiere
  • Wege und Zufahrten schneefrei halten

Was genau ansteht, entscheiden Wetter, Schneelage und Bedarf am Hof. Wir legen es kurz vor dem Retreat mit dir fest.

Das Hofprinzip – im Takt der Natur

Erst die Hände, dann der Kopf.

Jedes Retreat folgt dem gleichen Ablauf und drei Ritualen, die es unverwechselbar machen:

1 · Die Kiste

Am Anfang gibst du dein Handy ab, in eine Holzkiste, die ich selbst gebaut habe. Am Sonntag vor der Abreise bekommst du es zurück, und bis dahin vermisst du es weniger, als du denkst.

2 · Das Werkstück

Am zweiten Tag erarbeitest du dir etwas mit den Händen, das du mitnimmst: einen geschnitzten Löffel, einen Werkzeuggriff oder ein anderes Utensil aus Holz vom Hof. Ich zeige dir, wie es geht. Im Frühling und Herbst kann es auch ein Setzling zum Einpflanzen daheim sein. Es bleibt als Erinnerung an das, was du dir vorgenommen hast.

3 · Der Hofbrief

Am Sonntag schreibst du einen Brief an dich selbst: Was ändere ich? Ich schicke ihn dir nach 90 Tagen mit der Post zu. Handgeschrieben, ohne Mail.

Drei Tage im Überblick

Unser Koch beim Kochen in der Hofküche
Unser Koch kocht regional, mit Zutaten aus der Umgebung.
Vorabend

Ankommen. Ich zeige dir den Hof, die Tiere und den Wald. Du gibst dein Handy in die Kiste, wir besprechen die kommenden Tage und essen gemeinsam zu Abend. Unser Koch kocht regional, mit Zutaten aus der Umgebung.

Tag 1

Wald. 7:00 Frühstück. 8:00 Ausfahrt in den Wald. Je nach Wetter fällen wir an einem der Tage einen Baum ganz von Hand, mit der Axt oder mit der alten Zweimannsäge, eine schöne und sehr anstrengende Arbeit, die du so noch nicht gemacht hast. Dazu räumen wir auf und arbeiten Holz auf, im Frühling und Herbst auch mit dem Aufforsten. Helm, Handschuhe und eine genaue Einweisung gibt es von mir. 12:00 Jause im Wald, danach weiter bis 15:00. Dann eine Stunde Ruhe zum Duschen und Durchatmen. Anschließend sprechen wir darüber, wie sich der Tag angefühlt hat und was du mitnimmst. Abendessen um 19:00, wieder vom Koch.

Tag 2

Holz und Hof. 7:00 Frühstück. Am Vormittag arbeiten wir mit dem Holz vom Vortag: hacken, schichten, stapeln. Das ist ein halber Tag, nicht mehr, denn ein ganzer Tag Holzhacken macht fertig, statt zu klären. Nach der Jause um 12:00 wechselt die Arbeit mit der Jahreszeit. Im Sommer kommt das Heu dazu, im Frühling und Herbst vielleicht Garten umgraben und Gemüse anbauen, im Winter Stall und Wald. Danach Pause, und von 17:00 bis 18:00 ein gemeinsamer Spaziergang. Um 18:30 essen wir zusammen, am Feuer bei Kesselgulasch. Am Abend sitzen wir beieinander und schnitzen, jeder an seinem Werkstück: ein Löffel oder ein Werkzeuggriff, den du am Ende mitnimmst. Wir reden darüber, was du mitnimmst, auch über Blasen an den Händen und Rückenschmerzen von der Arbeit. Es wird viel geredet, oder auch lange nicht.

Tag 3

Hof und Abschied. Am Vormittag packen wir am Hof an, im Sommer mit Sense, Rechen und Heu, sonst mit Weide-, Stall- oder Holzarbeit (siehe oben). Um 12:00 essen wir gemeinsam. Danach nehmen wir uns Zeit für die Runde: Was ist bei dir geblieben? Du schreibst den Hofbrief an dich selbst, und du bekommst dein Handy zurück. Gegen 16:00 Uhr reist du ab.

Das genaue Programm richtet sich nach Jahreszeit, Wetter und dem, was am Hof gerade ansteht. Echte Arbeit lässt sich nicht nach Stundenplan takten.

Tobias von hinten auf der Bergwiese, mit Rechen und Hund, Blick ins Tal

Wer dich begleitet

Ich bin Tobias, Landwirt in Osttirol. Ich arbeite täglich mit Tieren, im Wald und auf dem Feld, mit allem, was dazugehört: Verantwortung für Tiere, Gäste und Mitarbeiter, und Entscheidungen, die man nicht auf morgen schieben kann.

Ich glaube, dass Menschen klarer denken, wenn sie etwas Greifbares tun. Genau dafür habe ich dieses Retreat gebaut: ehrlich, bodenständig und ohne Show.

Hofprinzip – im Takt der Natur

Rahmen

DauerDonnerstagabend bis Sonntag, 16:00 Uhr
Gruppemax. 5 Personen
OrtBergbauernhof, Osttirol
Termine10. bis 13. Dezember 2026
18. bis 21. März 2027
8. bis 11. April 2027
20. bis 23. Mai 2027
Weitere Termine folgen
Preis1.800 € für 3 Tage
InklusiveUnterkunft, Verpflegung, Begleitung bei der Arbeit
EssenRegional: Abendessen am Donnerstag und Freitag vom Koch, Samstag Kesselgulasch am Feuer

Auch für dein Team. Du kannst allein kommen oder mit deinem Führungsteam. Eine Firma kann auch alle fünf Plätze eines Termins buchen, als Retreat für ein Team oder eine Abteilung. Die Rechnung stellen wir gern auf die Firma aus. Schreib uns kurz, dann klären wir Termin und Ablauf.

Bitte feste Schuhe und Arbeitskleidung mitbringen, die dreckig werden darf. Körperliche Grundfitness ist von Vorteil.

Bereit, das Handy abzugeben?

Schreib mir kurz, wer du bist und was du von den drei Tagen erwartest. Ich melde mich persönlich.

Jetzt anfragen

oder per E-Mail an hofprinzip@proton.me